Eine Unendliche Geschichte

Eine Unendliche Geschichte Michael Endes "Unendliche Geschichte" ist das "Beste Kinderhörbuch 2016"

Durch ein geheimnisvolles Buch erfährt der einsame Junge Bastian vom Land Phantasien, das von einer unheimlichen Macht bedroht wird. In der Geschichte macht sich der junge Held Atréju auf die Reise, um die kindliche Kaiserin und Phantasien zu. Die unendliche Geschichte ist ein erstmals im K. Thienemanns Verlag erschienener Roman von Michael Ende. Das Werk ist ein zugleich märchenhafter. Die unendliche Geschichte ist ein deutscher Fantasyfilm aus dem Jahr Regie führte Wolfgang Petersen, der auch zu den Drehbuchautoren gehört. Die unendliche Geschichte: growingbetter.co: Ende, Michael, Seeger, Claudia, Kimmerle, Michael: Bücher. Vor 40 Jahren erschien "Die unendliche Geschichte" und machte ihren Autor reich. Dann geriet Michael Ende an Bernd Eichinger - der erst in.

Eine Unendliche Geschichte

Die fantastische Geschichte hat sogar in der Popkultur Spuren hinterlassen. Die unendliche Geschichte Fuchur Atreju Filmszene Noah Hathaway. Die unendliche Geschichte. Farbig illustrierte Schmuckausgabe. Bastian Balthasar Bux entdeckt in einem Antiquariat ein Buch, das ihn auf magische Weise. Die Unendliche Geschichte: Von A Bis Z: growingbetter.co: Ende, Michael: Libros en idiomas extranjeros. Kinder sowie Naturvölker brauchen die Verzauberung, die Hoffnung auf Änderung jenseits der berechnenden Logik. Er erinnerte sich ohne M ühe an jede Einzelheit. Ich muss warten, bis es source ist, bis just click for source Figur aus sich heraus die Article source erlebt, dass sie zurückkommen muss, und deswegen wurde es eben diese Odyssee. And you, whoever you are, can have the honor of being my last victim. Sehr wichtige Rosenheim Ksk Ein winziges Hoffnungsfünkchen glomm in seinem Herzen https://growingbetter.co/filme-stream-seiten/mad-money.php.

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Die unendliche Geschichte Kasette 1 // Karussell-Verlag Hörspiel

Was mochte dieses seltsame Zeichen wohl bedeuten? Also trag auch das Buch das Zeichen der Kindlichen Kaiserin!

Ein Wispern lief durch den Saal, und einige Ausrufe des Staunens waren zu hören. Ich bin nur der Überbringer. Und alle vierhundertneunundneunzig Ärzte schüttelten sorgenvoll die Köpfe.

Die Turmuhr schlug zehn. Bastian wunderte sich, wie schnell die Zeit vergangen war. Während des Unterrichts kam ihm jede Stunde für gewöhnlich wie eine kleine Ewigkeit vor.

Unten in der Klasse hatten sie jetzt Geschichte bei Herrn Dröhn, einem mageren, meist schlechtgelaunten M ann, der Bastian besonders gern vor allen lächerlich machte, weil er die Jahreszahlen von Schlachten, die Geburtsdaten und Regierungszeiten irgendwelcher Leute einfach nicht behalten konnte.

Das Gräserne M eer, das hinter den Silberbergen lag, war viele, viele Tagereisen vom Elfenbeinturm entfernt. Saftiges Gras wuchs mannshoch, und wenn der Wind darüber hinstrich, zogen Wellen über die Ebene wie auf dem Ozean, und es rauschte wie Wasser.

Sie hatten blauschwarze Haare, die auch von den M ännern lang und manchmal in Zöpfen getragen wurden, und ihre Haut war von dunkelgrüner, ein wenig ins Bräunliche gehender Farbe-wie die der Oliven.

Das war nötig, denn die Grünhäute waren ein Volk von Jägern. Alles, was sie zum Leben brauchten, stellten sie entweder aus dem harten, faserigen Präriegras her, oder sie nahmen es von den Purpurbüffeln, die in riesigen Herden über das Gräserne M eer zogen.

Im allgemeinen waren sie friedlich, aber wenn sie Gefahr witterten oder sich angegriffen fühlten, dann konnten sie furchtbar werden wie eine Naturgewalt.

Die Grünhäute liebten und verehrten die Purpurbüffel und meinten, das Recht, sie zu töten, nur durch die Bereitschaft zu erwerben, von ihnen getötet zu werden.

Bis in dieses Land war die Nachricht von der Krankheit der Kindlichen Kaiserin und dem Verhängnis, das ganz Phantasien bedrohte, noch nicht gedrungen.

Lange schon waren keine Reisenden mehr in die Zeltlager der Grünhäute gekommen. Das Gras wuchs saftiger denn je, die Tage waren hell und die Nächte voller Sterne.

Alles schien gut. Er stand mitten auf dem freien Platz, den die Zelte des Lagers in immer weiteren Kreisen umgaben, dort, wo sich die Ältesten zur Beratung zusammensetzten oder wo an Festtagen Tänze getanzt und alte Lieder gesungen wurden.

Er wartete und schaute sich um, aber rings um ihn drängten sich nur sehr alte Frauen und M änner und ganz kleine Kinder, die ihn neugierig anstarrten.

Er stampfte ungeduldig mit den Hufen. Sie werden erst in drei oder vier Tagen zurückkommen. Holt ihn her!

Sie beginnt mit Sonnenuntergang. Ihr kennt dieses Zeichen, das ich trage. Also holt ihn her! Aber wer bist du?

Ich erkenne ihn wieder. Ich habe ihn schon einmal gesehen, als ich noch jung war. Es ist dringend. Das Leben der Kindlichen Kaiserin steht auf dem Spiel.

Es lief fort, und wenige Sekunden später sah man es zwischen den Zelten auf einem ungesattelten Pferd davongaloppieren.

Er trug lange Hosen und Schuhe aus weichem Büffelleder. Sein Oberkörper war nackt, nur um die Schultern hing ein purpurroter M antel, offenbar aus Büffelhaar gewebt, bis zum Boden herab.

Sein langes, blauschwarzes Haar war am Hinterkopf mit Lederschnüren zu einem Schöpf zusammengebunden.

Seine dunklen Augen funkelten den Eindringling zornig an, sonst aber war seinen Zügen keine Gemütsbewegung anzumerken.

Und warum hast du mir meine Jagd genommen? Ein kleiner Junge! Wahrhaftig, die Entscheidungen der Kindlichen Kaiserin sind schwer zu begreifen.

Das ist hellichter Wahnsinn! Und wenn sie's mit voller Absicht tat, dann Ich hätte mich geweigert! Sie schickt dich auf eine Suche ins Ungewisse nach etwas, das niemand kennt.

Niemand kann dir helfen, niemand kann dir raten, niemand kann absehen, was dir begegnen wird. Es ist kein Augenblick mehr zu verlieren.

Ich bin zehn Tage und Nächte fast ohne Pause galoppiert, um dich zu erreichen. Aber jetzt jetzt wünschte ich fast, ich wäre hier nie angekommen.

Ich bin sehr alt, ich bin am Ende meiner Kräfte. Gib mir einen Schluck Wasser, bitte! Jetzt geht mir's schon besser. Sie befiehlt dir nichts.

Ich werde es ihr erklären, und sie wird einen anderen finden. Sie hat dich verwechselt, das ist die einzige Erklärung. Es wurde ein langes nächtliches Gespräch.

Und doch hat die Kindliche Kaiserin deinen Namen genannt. Du darfst nur suchen und fragen, aber nicht urteilen nach deinem eigenen Urteil.

Wann soll ich aufbrechen? Verabschiede dich von deinen Eltern und Geschwistern! Seit zwei Tagen hatte er die Sümpfe der Traurigkeit hinter sich gelassen, seither irrte er durch eine Felsenwüste, in der es nichts Lebendes gab.

Das Wenige, was er noch an Proviant gehabt hatte, war mit Artax in den schwarzen Wassern versunken.

Er hatte sich verirrt. Nicht einmal die Himmelsrichtung konnte er mehr bestimmen, in der er sich bewegte, denn das Zwielicht war nach allen Seiten hin gleich und bot ihm keinen Anhaltspunkt.

Unablässig wehte ein kalter Wind um die Felsnadeln, die sich zu allen Seiten um ihn auftürmten. Er erklomm Bergrücken und Felsengrate, stieg hinauf und kletterte wieder hinunter, aber niemals bot sich ihm ein anderer Blick als der auf immer fernere Gebirge, hinter denen abermals Bergketten lagen und so bis an den Horizont nach allen Seiten.

Und nichts Lebendes, kein Käferchen und keine Ameise, nicht einmal Geier, die sonst einen Verlorenen geduldig verfolgen, bis er zusammenbricht.

Nur wenige hatten sie je erblickt, und kaum einer war aus ihnen zurückgekehrt. Er war schon zu weit vorgedrungen. Er konnte nur noch weitergehen.

Wäre es nur um seine eigene Person gegangen, so hätte er sich vielleicht einfach in eine Felsenhöhle gesetzt und dort gelassen den Tod erwartet, wie die Jäger seines Volkes es in solchen Fällen zu tun pflegten.

Es war ihm nicht erlaubt, aufzugeben. Bastian schreckte zusammen. Die Turmuhr schlug eins. Für heute war der Unterricht zu Ende.

Bastian horchte auf das Lärmen und Schreien der Kinder, die unten aus den Klassenzimmern und durch die Korridore stürmten. Diese Stille legte sich auf Bastians Gemüt wie eine dumpfe, schwere Decke, die ihn zu ersticken drohte.

Von jetzt an wurde die Sache ernst. Die anderen gingen jetzt nach Hause zum M ittagessen. Auch Bastian hatte Hunger, und er fror, trotz der umgehängten M ilitärdecken.

Plötzlich verlor er jeden M ut, sein ganzer Plan kam ihm völlig verrückt und sinnlos vor. Er wollte heimgehen, jetzt gleich, auf der Stelle!

Jetzt war gerade noch Zeit. Bis jetzt konnte der Vater noch nichts gemerkt haben. Natürlich würde es irgendwann herauskommen, aber bis dahin würde Zeit vergehen.

Und die Sache mit dem gestohlenen Buch? Ja, auch das würde er irgendwann gestehen müssen. Es gab keinen Grund, sich vor ihm zu fürchten.

Wahrscheinlich würde er stillschweigend zu Herrn Koreander gehen und alles in Ordnung bringen.

Jetzt bin ich schon zu weit gegangen, um noch umzukehren. Ich kann nur noch weitergehen, was auch daraus werden mag.

Vor ihm gähnte der Tiefe Abgrund. Seine Tiefe war nicht zu erkennen. Der Stein fiel und fiel und fiel, bis ihn die Dunkelheit verschlang. Und dann tat er das einzige, was ihm zu tun übrigblieb: Er begann am Rande des Tiefen Abgrunds entlang zu wandern.

Es war jenes Wesen aus Finsternis, das ihn verfolgte, seit er aufgebrochen war. Und der Abstand verringerte sich unerbittlich.

Als er gerade in einer engen Höhle steckte, die wie eine gewundene Röhre durch ein Felsenmassiv führte, hörte er plötzlich ein Getöse, das er sich nicht erklären konnte, denn es hatte keine Ähnlichkeit mit irgendeinem anderen Lärm, den er je vernommen hatte.

Und nun sah er: Über der Finsternis des Tiefen Abgrundes, von einem Rand zum anderen gespannt, hing ein ungeheures Spinnennetz.

Glücksdrachen gehören zu den seltensten Tieren in Phantasien. Sie haben keine Ähnlichkeit mit gewöhnlichen Drachen oder Lindwürmern, die wie riesige, ekelhafte Schlangen in tiefen Erdhöhlen hausen, Gestank verbreiten und irgendwelche wirklichen oder vermeintlichen Schätze hüten.

Solche Ausgeburten des Chaos sind meist von boshaftem oder grämlichem Charakter, haben fledermausartige Hautflügel, mit welchen sie sich lärmend und plump in die Luft erheben können, und speien Feuer und Qualm.

Darum brauchen sie keine Flügel zum Fliegen. Sie schwimmen in den Lüften des Himmels wie Fische im Wasser. Von der Erde aus gesehen gleichen sie langsamen Blitzen.

Das Wunderbarste an ihnen ist ihr Gesang. Der Kampf zwischen den beiden gewaltigen Wesen war fürchterlich. Der Glücksdrache verteidigte sich noch, indem er blaues Feuer spie, das die Borsten des wolkenartigen Geschöpfes versengte.

Rauch quoll auf und wirbelte in Schwaden durch die Felsenspalte. Doch das abgetrennte Glied fiel nicht etwa in die Tiefe des Abgrunds, sondern bewegte sich einen Augenblick allein in der Luft und kehrte dann an seinen vorigen Platz zurück und vereinigte sich wieder mit dem dunklen Wolkenkörper.

Im Namen der Kindlichen Kaiserin! Er selbst hörte sie kaum. Ohne zu überlegen, lief er über die klebrigen Seile des Netzes auf die Kämpf enden zu.

Er verlor das Gleichgewicht, fiel durch die M aschen, hing nur noch an den Händen über der finsteren Tiefe, zog sich wieder hinauf, klebte fest, kämpfte sich wieder frei und eilte weiter.

Ein Schreckensschrei hallte durch die Schlucht und wurde als Echo hin-und hergeworfen. Ygramul drehte ihr Auge nach links und rechts, um zu sehen, ob da noch ein anderer Ankömmling war, denn der Junge, der wie gelähmt vor Grausen vor ihr stand, konnte es nicht gewesen sein.

Aber da war niemand. Es war eine sehr hohe und etwas heisere Stimme, die ganz und gar nicht zu ihrem Riesengesicht passen wollte.

Auch bewegte sie den M und nicht beim Sprechen. Was für ein Glückstag für Ygramul! Es öffnete jetzt den M und. Anstelle der Zunge hatte es zahllose flimmernde Fühler, Zangen und Greifer.

Und doch blieb das schreckliche Gesicht im ganzen reglos. Sie ist sehr beschäftigt, wie du siehst. Darum fordere ich diesen Glücksdrachen von euch.

Wenn er mich durch die Luft trägt, kann ich das Ziel vielleicht noch erreichen. Ihm bleibt höchstens noch ein Stündchen zu leben. Ygramul hat es niemals bisher preisgegeben.

Denn es wäre zu Ygramuls Schaden, oh, sehr zu Ygramuls Schaden, wenn es bekannt würde. Denk dir nur, wenn das bekannt würde! Alle Opfer würden Ygramul entwischen!

Entscheide du! Darum beugt sich auch Ygramul ihrem Zeichen. Was Ygramul da sagte, war die Wahrheit. Seine eigenen Wünsche zählten nicht.

Dann wurde ihm schwarz vor den Augen. Als kurze Zeit später der Wolf die Stelle erreicht hatte, sah er das riesige Spinnennetz - aber sonst niemand mehr.

Er fühlte sich elend, als ob er selbst Ygramuls Gift in seinem Körper hätte. Solche M onster gibt es zum Glück in Wirklichkeit nicht.

Das alles ist eben nur eine Geschichte. Dieses Buch fing langsam an, ihm unheimlich zu werden. Er richtete sich mühsam auf.

Dazwischen bedeckten niedrige Sträucher und Krauter den Boden. Es herrschte sengende Hitze. Die Landschaft war in strahlendes, ja grelles Sonnenlicht getaucht, das die Augen blendete.

Sollte das der Eingang zum Südlichen Orakel sein? Soweit er sehen konnte, lag hinter dem Tor nichts als eine endlose leere Ebene, kein Gebäude, kein Tempel, kein Hain - nichts, was einer Orakelstätte ähnlich sah.

Ich war zwar wie gelähmt, als ich im Spinnennetz hing, aber ich habe doch alles mitgehört, was Ygramul dir sagte. So bin ich ihr entkommen.

Ich fühle das Gift Ygramuls mit jedem Augenblick stärker. Von jetzt an wird dir alles gelingen. Auch als ich im Netz hing, habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben - und wie du siehst, mit Recht.

Und du wirst sehen, es ist ein ganz anderes Ding, ob man auf zwei Beinen durch die Gegend krabbelt, sogar ob man auf einem guten Pferd dahingaloppiert, oder ob man auf dem Rücken eines Glücksdrachen durch die Himmelslüfte braust.

Aber was? Er war niedergefallen und lag reglos, eingerollt in die weichen Krümmungen des Drachenleibes. Ygramuls Gift tat seine Wirkung. Es war dunkelbraun wie ein Bratapfel, und die Äuglein darin glitzerten wie Sterne.

Tut gut! Wird wieder gesund. Werdet beide wieder gesund. Habt das Schlimmste schon hinter euch. Trink nur, trink!

Die Turmuhr schlug zwei. Und trotzdem hatte er Angst, so als ob das Schulhaus selbst ein Wesen wäre, das ihn beobachten würde.

Er legte das Buch mit den offenen Seiten auf die Turnmatte, stand auf und ging zur Speichertür. M it klopfendem Herzen lauschte er eine Weile.

Alles war still. Als er auf die Klinke drückte, öffnete sich die Tür mit lautem Knarren. Dann schlich er die Treppe hinunter in den ersten Stock.

Vor ihm lag der lange Gang mit den spinatgrün gestrichenen Türen zu den Klassenzimmern. Die Schülertoilette war am anderen Ende.

Es war höchste Eisenbahn, und Bastian lief, so schnell er konnte. Er erreichte das rettende Örtchen buchstäblich im letzten Augenblick.

Eine Antwort hatte Bastian nicht bekommen. Dabei hatte er sich wirklich nicht ungebührlich betragen wollen.

Eine Klassenzimmertür nach der anderen wurde geöffnet und wieder geschlossen, und die Schritte kamen immer näher. Bastians Herz klopfte bis zum Hals.

Wo sollte er sich verstecken? Er blieb wie gelähmt stehen, wo er stand. Der Hausmeister der Schule kam herein. Nach der Reihe warf er einen Blick in die einzelnen Zellen.

Als er an die kam, wo das Wasser noch lief und die Kette schaukelte, stutzte er einen Augenblick. Seine Schritte verhallten auf der Treppe.

Bastian hatte die ganze Zeit über nicht zu atmen gewagt, jetzt holte er tief Luft. Vorsichtig und so schnell er konnte, huschte er den Gang mit den spinatgrün gestrichenen Türen entlang, die Treppe hinauf und in den Speicher zurück.

Erst als er die Tür wieder verschlossen und verriegelt hatte, wich die Spannung von ihm. Er richtete sich auf. Auch Fuchur lag noch immer so da, aber er atmete ruhig und tief und schien fest zu schlafen.

Alle seine Wunden waren verbunden. Nur wenige Schritte entfernt befand sich im Felsen eine kleine Höhle, aus deren Eingang gedämpfter Lichtschein fiel.

Im Hintergrund prasselte in einem offenen Kamin ein lustiges Feuerchen. Überall standen und lagen Tiegel, Töpfe und wunderlich geformte Flaschen herum.

In einem Regal waren Bündel von getrockneten Pflanzen verschiedener Art aufgestapelt. Das Tischchen in der M itte und die übrigen M öbel schienen aus Wurzelstrünken zusammengebastelt.

Im ganzen machte die Wohnstätte einen höchst behaglichen Eindruck. Das Gesicht war ebenso dunkelbraun und verschrumpelt wie jenes, das er bei seinem ersten Erwachen über sich gesehen hatte.

Es summte vergnügt vor sich hin, rieb sich die Hände und machte sich dann an einem Kessel zu schaffen, der über dem Feuer hing.

Du störst mich beim Studium. M ach Platz, Alter! Das Gnomenpaar blickte sich nach ihm um. Ist aber wohl etwas zu eng für dich. Augenblick noch!

Komme gleich zu dir raus. Das Gnomenweibchen kam aus der Höhle ins Freie. Scheint uns ja schon ganz gut zu gehen, was? Was verstehst du denn davon, Grünschnabel!

Wenn's nämlich nicht mehr weh täte, dann wäre dein Arm schon tot. Hab' nur meine Berufspflicht getan. Und Engywuck, mein Alter, hat das Pantakel gesehen, das um deinen Hals hängt.

Da gab's gar keine Frage für uns. Braucht noch einige Zeit Ruhe. Und wo kommt ihr so plötzlich her? Und wo wollt ihr hin? Und wer seid ihr?

M ein Name ist Engywuck. M an nennt uns auch die Zweisiedler. Schon von uns gehört? Engywuck schien ein wenig beleidigt. Bist an die richtige Adresse gekommen, mein Junge.

Dann kletterte sie von ihrem Sitzplatz herunter und verschwand vor sich hinbrummend in der Höhle. Engywuck überhörte geflissentlich ihren Einwurf.

Habe dafür eigens mein Observatorium eingerichtet. Hört sich nicht schlecht an, wie? Leider fehlen mir aber noch ein paar Kleinigkeiten.

Könntest mir dabei helfen, mein Junge. Engywuck nickte mit vor Stolz funkelnden Äuglein. Zwischen den mächtigen Steinplatten lief ein kleiner, vielfach gewundener Pfad immer aufwärts.

Dennoch hatte er alle M ühe, dem Gnom, der hurtig vor ihm her trippelte, nachzukommen. Endlich waren sie auf dem Gipfel des Felsenturms angekommen.

Der Boden war flach, nur nach einer Seite hin erhob sich eine Art natürlicher Brustwehr, ein Geländer aus einer Steintafel.

In der M itte dieser Tafel war ein Loch, offensichtlich mit Werkzeugen herausgeschnitten. Vor dem Loch stand ein kleines Fernrohr auf einem Stativ aus Wurzelholz.

Die Vorderpranken, auf die sie sich stützte, waren die eines Löwen, der hintere Teil ihres Leibes war der eines Stiers, auf dem Rücken trug sie gewaltige Adlerschwingen, und ihr Gesicht war das eines M enschen - jedenfalls der Form nach, denn der Ausdruck war nicht menschlich.

Geht jedem so. M ir auch. Hab's mein Leben lang beobachtet und bin nicht dahintergekommen. Jetzt die andere! Ihr mächtiger Körper schimmerte seltsam bleich und wie aus flüssigem Silber im M ondenschein.

Sie schien die erste Sphinx unverwandt anzustarren, so wie die erste reglos in ihre Richtung geblickt hatte. Fürs erste hast du genug gesehen.

Komm, gehen wir wieder runter. Werde dir alles erklären. Schweigend gingen sie denWegzurück.

Zwei winzige Windlichter, die mit öl gespeist wurden, vervollständigten die Szene. Die Arznei allein genügt nicht.

Das Gift in deinem Leib ist neutralisiert. Brauchst dich also nicht mehr zu beeilen, mein Junge. Hast so viel Zeit, wie du willst, also nimm dir auch Zeit.

Vielleicht geht es schon jetzt um jede Stunde. Setz dich! Hopp, wird's bald? Wenn sie was will, hilft alles nichts.

Bei jedem Schluck und bei jedem Bissen war ihm tatsächlich, als ob goldenes, warmes Leben in seine Adern und M uskeln strömte.

Erst jetzt merkte er, wie entkräftet er gewesen war. Bastian lief das Wasser im M und zusammen. Ihm war plötzlich, als ob er den Duft der Gnomenmahlzeit roch.

Er schnupperte in der Luft herum, aber es war natürlich nur Einbildung gewesen. Sein M agen knurrte vernehmlich. Er konnte es nicht mehr aushaken.

Danach war ihm etwas besser, obwohl er noch längst nicht satt war. Das Wort erschreckte ihn. Er versuchte, nicht mehr daran zu denken.

Aber er, dieser Dickschädel von Engywuck, will ja aus gerechnet hier wohnen - wegen seiner wichtigen Studien!

Wie man das Essen auf den Tisch bringt, kümmert ihn nicht. Ziemlich schwierig sogar. M öchte dir aber keinen wissenschaftlichen Vortrag halten.

Ist vielleicht besser, wenn du Fragen stellst. Also frag! Kannst du nicht mit was anderem anfangen?

Habe alle Berichte gesammelt von denen, die drin waren. Sofern sie zurückgekommen sind, versteht sich. Sehr wichtige Arbeit! Kann mir kein persönliches Risiko erlauben.

Könnte meine Arbeit beeinflussen. Wo sind denn diese anderen Tore? Alles sehr schwierig! Die Sache ist so: Das zweite Tor ist erst da, wenn man durch das erste durch ist.

Und das dritte erst, wenn man das zweite hinter sich hat. Vorher ist nichts von allem da. Es ist einfach nicht da, verstehst du?

Auch die zwei Sphinxen. Dieses Tor ist immer offen - versteht sich von selbst. Hat ja gar keine Torflügel. Der Blick einer Sphinx ist was ganz und gar anderes, als der Blick irgendeines anderen Wesens.

Wir beide und alle anderen, wir nehmen durch unseren Blick etwas auf. Wir sehen die Welt. Aber eine Sphinx sieht nichts, sie ist in gewissem Sinne blind.

Dafür senden ihre Augen etwas aus. Und was ist das, was ihr Blick aussendet? Alle Rätsel der Welt.

Deshalb schauen die beiden Sphinxen sich immerfort gegenseitig an. Denn den Blick einer Sphinx kann nur eine andere Sphinx ertragen.

Und nun stell dir vor, was aus einem wird, der es einfach wagt, in den Blickwechsel dieser beiden hineinzulaufen! Er erstarrt auf der Stelle und kann sich nicht wieder rühren, ehe er nicht alle Rätsel der Welt gelöst hat.

Na, du wirst die Spuren solcher armen Teufel vorfinden, wenn du hinkommst. M üssen sie nicht bisweilen schlafen? Nein, wahrhaftig nicht.

Bist wirklich ein ahnungsloser Bursche. Ist aber trotzdem nicht ganz verkehrt, deine Frage. Ist sogar genau der Punkt, dem meine Forschung gewidmet ist.

Die Frage, die bis heute aber noch niemand geklärt hat, ist die: Warum gerade den einen und warum nicht den anderen? Ja, Pustekuchen!

Auch ob einer aus Not und Bedrängnis zum Orakel will oder es nur mal so aus Jux versucht, scheint gar keine Rolle zu spielen.

Habe natürlich einige Theorien aus gearbeitet im Lauf der Jahre. Ging auch ganz gut, was die Vergangenheit betrifft, nur bei der Vorhersage hat es absolut nicht geklappt.

Bin inzwischen der Ansicht, die Entscheidung der Sphinxen ist ganz und gar zufällig und hat überhaupt keinen Sinn.

Und sie sehen doch nichts. Aber ihr Blick würde dich treffen. Ist jedenfalls sehr bedenklich. Die kleine Urgl kam aus der Höhle.

Sie schleppte ein Eimerchen mit einer dampfenden Flüssigkeit, unter dem anderen Arm hatte sie einige Bündel getrockneter Pflanzen.

Vor sich hinmurmelnd ging sie zu dem Glücksdrachen hinüber, der noch immer reglos schlief. Sie begann auf ihm herumzuklettern und die Umschläge auf seinen Wunden zu erneuern.

Ihr riesenhafter Patient seufzte nur einmal zufrieden und streckte sich aus, sonst schien er von der Behandlung kaum etwas zu bemerken.

Ob er sich wohl Sorgen machte? Vielleicht würde er losgehen und ihn suchen. Vielleicht hatte er schon die Polizei benachrichtigt.

Am Ende wurden schon Fahndungsmeldungen im Rundfunk durchgegeben. Bastian fühlte einen Stich in der M agengrube.

Und wenn es so war, wo würden sie ihn suchen? In der Schule? Vielleicht sogar hier auf dem Dachboden? Hatte er überhaupt die Tür abgeschlossen, als er vom Klo zurückkam?

Er konnte sich nicht mehr erinnern. Er stand auf, um nachzusehen. Ja, die Tür war verschlossen und verriegelt. Das Licht, das durch die Dachluke hereinkam, wurde unmerklich schwächer.

Dabei entdeckte er eine M enge Sachen, die eigentlich gar nichts mit den Schulgegenständen zu tun hatten, die sonst hier waren.

Es gab auch einen von Rost zerfressenen siebenarmigen Kerzenleuchter, in dem noch die Stümpfe dicker Wachslichter steckten, die lange Tropfenbärte gebildet hatten.

Dann erschrak Bastian, denn in einem dunklen Winkel bewegte sich eine Gestalt. Er ging näher heran und betrachtete sich eine Weile.

Schön war er wahrhaftig nicht mit seiner dicken Figur und den X-Beinen und diesem käsigen Gesicht. Nehmen wir an, es ist dir gelungen, durchzukommen.

Dann - und erst dann - wird für dich das zweite Tor da sein. Das Zauber Spiegel Tor. Kann dir darüber, wie gesagt, nichts aus eigener Beobachtung sagen, sondern nur das, was ich an Berichten gesammelt habe.

Dieses zweite Tor ist sowohl offen als auch geschlossen. Hört sich verrückt an, wie? Vielleicht sagt man besser, es ist weder geschlossen noch offen.

Obwohl es dadurch nicht weniger verrückt wird. Woraus, hat mir nie jemand sagen können. Jedenfalls, wenn man davorsteht, dann sieht man sich selbst -aber eben nicht wie in einem gewöhnlichen Spiegel, versteht sich.

Wen hast du denn kuriert? Für manche war es auch weniger erschreckend, aber Überwindung kostete es jeden. M an kann darüber nichts sagen, was für alle Geltung hätte.

Ist für jeden anders. Logisch, nicht wahr? Nur ist dann dahinter nichts mehr. Das Ohne Schlüssel Tor ist nämlich zu.

Einfach zu. Da gibt's keine Klinke und keinen Knauf und kein Schlüsselloch, nichts! Ist absolut unzerstörbar. Also kann man die Tür öffnen.

Gerade unser Wille ist es, der es so unnachgiebig macht. Aber wenn es einer fertigbringt, jede Absicht zu vergessen und gar nichts zu wollen - vor dem öffnet sich die Tür ganz von selbst.

Wie könnte ich es nicht wollen? Wie soll da einer sein wissenschaftliches Werk zu Ende bringen, wenn alle sich in geheimnisvolles Schweigen hüllen, he?

Es ist zum Haareausraufen - wenn man noch welche hat. Wirst du? Und ehe ich den nicht kenne, kann ich nicht darüber entscheiden, ob einer es wissen darf, der nicht selbst vor ihr gestanden hat.

Da bemüht man sich ein Leben lang, ein Geheimnis von allgemeinem Interesse zu erforschen. Aber Hilfe bekommt man nicht.

Ich hätte mich überhaupt nicht um dich kümmern sollen! Ist nur wieder mal schrecklich enttäuscht wegen seiner lächerlichen Forschungen.

Der berühmte Gnom Engywuck. Nimm's ihm nicht übel! Und auch dir danke ich. Wenn es mir erlaubt ist, werde ich ihm das Geheimnis sagen - falls ich zurückkomme.

Ich werde jetzt ins Orakel gehen. Leb wohl! Und hüte mir inzwischen Fuchur, den Glücksdrachen! Die Urgl sah seine aufrechte Gestalt mit dem wehenden M antel zwischen den Felsen verschwinden.

Es war viel riesenhafter, als er es sich aus der Entfernung vorgestellt hatte. Das M ondlicht überflutete die beiden gewaltigen Wesen, und während er langsam auf sie zuging, schienen sie ins Unendliche zu wachsen.

Ihm war, als ob sie mit den Häuptern bis zum M ond emporreichten, und der Ausdruck, mit welchem sie einander anblickten, schien sich mit jedem Schritt, den er näher kam, zu wandeln.

Durch die hochaufgerichteten Leiber, vor allem aber durch die menschenähnlichen Gesichter liefen und zuckten Ströme einer furchtbaren, unbekannten Kraft- so als wären sie nicht einfach da, wie M armorstein eben vorhanden ist, sondern so als wären sie jeden Augenblick im Begriff zu verschwinden und würden gleichzeitig aus sich selbst heraus neu erschaffen.

Und es war, als seien sie gerade deshalb viel wirklicher als jeder Fels. Es war nicht so sehr die Furcht vor der Gefahr, die ihm drohte, es war eine Furcht, die über ihn selbst hinausging.

Dennoch ging er weiter. Er blickte nicht mehr empor. Und immer gewaltiger wurde die Last der Furcht, die ihn zu Boden drücken wollte.

Doch er ging weiter. Er hatte keine Zeit zu verlieren. Und gerade in dem Augenblick, als er glaubte, alle Kraft seines Willens reiche nicht mehr aus, um ihn auch nur noch einen einzigen Schritt vorwärts zu tragen, hörte er den Widerhall dieses Schrittes im Inneren des Felsenbogens.

Die Sphinxen hatten ihn durchgelassen. Vor ihm, nur etwa zwanzig Schritte entfernt, stand nun dort, wo zuvor nur die endlose leere Ebene zu sehen gewesen war, das Zauber Spiegel Tor.

Er war in graue, zerrissene Decken gewickelt. Genau war es nicht zu erkennen. Bastian fuhr zusammen, als er begriff, was er da eben gelesen hatte.

Das war ja er! Die Beschreibung stimmte in allen Einzelheiten. Das Buch begann in seinen Händen zu zittern. Jetzt ging die Sache entschieden zu weit!

Jeder andere würde an dieser Stelle dasselbe lesen. Es konnte gar nichts anderes sein als ein verrückter Zufall. Obgleich es ohne Zweifel ein höchst merkwürdiger Zufall war.

Nimm dich gefälligst zusammen! Das wäre fabelhaft. Doch während er hindurchging, fühlte er ein seltsames, prickelndes Erschauern.

Und er ahnte nicht, was in Wahrheit mit ihm geschehen war: Als er nämlich auf der anderen Seite des Zauber Spiegel Tors stand, da hatte er jede Erinnerung an sich selbst, an sein bisheriges Leben, an seine Ziele und Absichten vergessen.

Er war wie ein neugeborenes Kind. Er fühlte sich leicht und sehr heiter, und er lachte ohne Grund, nur einfach aus Vergnügen. Das Tor, das er vor sich sah, war klein und niedrig wie eine gewöhnliche Pforte, die ganz für sich - ohne umgebende M auern - auf der öden Fläche stand.

Und der Türflügel dieser Pforte war geschlossen. Er schien aus einem M aterial zu bestehen, das kupferfarben schimmerte.

Er ging um die Pforte herum und betrachtete sie von der Rückseite, aber der Anblick unterschied sich nicht von dem der Vorderseite.

Auch gab es weder eine Klinke noch einen Türknauf, noch ein Schlüsselloch darin. Offensichtlich war die Tür nicht zu öffnen, und wozu auch, da sie ja nirgendwohin führte und nur einfach so dastand.

Denn hinter der Pforte war nur die weite, glatte und vollkommen leere Ebene. Er wandte sich zurück, ging auf das runde Zauber Spiegel Tor zu und betrachtete dessen Rückseite einige Zeit, ohne zu begreifen, was es bedeuten solle.

Er wollte noch einmal den kupfernen Schimmer betrachten. So stand er wieder vor der Pforte, neigte sich nach links und nach rechts und freute sich.

Er strich zärtlich über das seltsame M aterial. Es fühlte sich warm und sogar lebendig an. Und die Tür öffnete sich einen Spalt. Er zog den Kopf wieder zurück und blickte an der Pforte vorbei: Da war nur die leere Ebene.

Er blickte wieder durch den Türspalt und sah einen langen Gang, den unzählige mächtige Säulen bildeten.

Doch keine von diesen Säulen trug ein Dach. Denn darüber war der Nachthimmel zu sehen. Die Turmuhr schlug vier. Das trübe Tageslicht, das durch die Dachluke fiel, war mehr und mehr geschwunden.

Es war einfach zu dunkel, um weiterzulesen. Schon die letzte Seite hatte Bastian nur noch mit M ühe entziffern können. Er legte das Buch beiseite.

Was sollte er jetzt tun? Sicherlich gab es doch auf diesem Speicher elektrisches Licht. Bastian tappte im Halbdunkel zur Tür und tastete die Wand ab.

Er konnte keinen Schalter finden. Auch auf der anderen Seite war keiner. Bastian holte eine Schachtel Streichhölzer aus der Hosentasche er hatte immer welche bei sich, weil er gern Feuerchen machte , aber sie waren feucht, und erst das vierte brannte.

Beim schwachen Schein der kleinen Flamme suchte er nach einem Lichtschalter, aber da war keiner. Damit hatte er nicht gerechnet. Er war zwar kein kleines Kind mehr, und zu Hause oder an irgendeinem anderen bekannten Ort fürchtete er sich durchaus nicht vor der Dunkelheit, aber hier oben auf diesem riesigen Speicher mit all den sonderbaren Sachen war das etwas ganz anderes.

Das Streichholz verbrannte ihm die Finger, und er warf es fort. Dann fiel ihm der siebenarmige, verrostete Kerzenleuchter ein, den er unter dem Gerümpel entdeckt hattte.

Er tastete sich zu der Stelle hin, fand ihn und schleppte ihn zu seinen Turnmatten hinüber. Er zündete die Dochte der dicken Wachsstümpfe an - alle sieben - und alsbald verbreitete sich goldenes Licht.

Die Flammen knisterten leise und schwankten manchmal im Luftzug hin und her. Bastian atmete auf und griff wieder nach dem Buch.

Er war voller Staunen, aber ganz sorglos. Der Boden war allenthalben mit M osaik bedeckt, das rätselhaft verschlungene Ornamente oder geheimnisvolle Szenen und Bilder darstellte.

Er betrachtete sie, eine nach der anderen. So bewegte er sich immer weiter fort vom Ohne Schlüssel Tor. Der Klang kam näher, es war eine singende Stimme, sehr schön und glockenrein und hoch wie die eines Kindes, aber sie klang unendlich traurig, ja, manchmal schien sie sogar zu schluchzen.

Er regte sich nicht und wartete. Über Berg und Tal, über Feld und Flur werd' ich vergehen, verwehen.. Aber ist das denn wichtig?

So versteh' ich dich klar! Du bist mir willkommen als Gast. Auch wenn sie keine Worte sang, oder wenn er zu ihr sprach, immerfort schwebte ein Ton um ihn her, der andauerte.

Ich kann dich nicht sehen und möchte es doch. Du kannst mich nicht sehen und doch bin ich da. Ich erscheine nicht im Licht, so wie du erscheinst.

Deine Gestalt ist nur dieses Klingen? Doch wenn du einmal aufhörst zu singen? Bist du dann nicht mehr vorhanden?

So ist der Lauf der Dinge: Ich lebe, solange ich klinge, doch nicht lange mehr werd' ich bestehen. Du bist doch noch jung.

Du klingst wie ein Kind. Ich bin nur ein Lied der Klage. Doch höre, die Zeit verrinnt, darum frage! Wenn du nicht fragst, so kann sie nichts sagen!

Das Nichts wird verschlingen den Ort, wo ich bin, und bald schon ergeht es mir gleich. Wir werden verschwinden ins Nirgends und Nie, als wären wir niemals gewesen.

Es bedarf eines neuen Namens für sie, nur durch ihn kann sie wieder genesen. Wer kann einen neuen Namen ihr geben?

Alles hängt ab davon, ob dir's gelingt oder nicht. Nicht du, noch ich, nicht Elfe, noch Dschinn, von uns rettet keiner ihr Leben, und keiner erlöst uns alle vom Fluch, durch keinen wird sie gesunden.

Wir sind nur Figuren in einem Buch, und vollziehen, wozu wir erfunden. Nur Träume und Bilder in einer Geschieht', so müssen wir sein, wie wir sind, und Neues erschaffen - wir können es nicht, kein Weiser, kein König, kein Kind.

Sie alle haben seit Anbeginn die Gabe, Namen zu geben. Sie brachten der Kindlichen Kaiserin zu allen Zeiten das Leben.

Sie wissen den Weg nicht mehr. Sie haben vergessen, wie wirklich wir sind, und sie glauben nicht mehr daran. Ach, käme ein einziges M enschenkind, dann wäre schon alles getan!

Ach, wäre nur eines zu glauben bereit und hätte den Ruf nur vernommen! Für sie ist es nah, doch für uns ist es weit, zu weit, um zu ihnen zu kommen.

Ich will mich erinnern daran, aber sag mir, was fange ich dann damit an? Du hast nun Kunde.

Und darum schlägt uns beiden die Abschiedsstunde. An welchen Ort? Nun wird kein Klang mehr vernommen, der auf- und niedersteigt.

Von allen, die zu mir kamen in den Säulenwald aus Stein und meine Stimme vernahmen, wirst du der Letzte sein. Vielleicht wird es dir gelingen, was keinem noch je gelang, doch um es nun zu vollbringen, bewahre, was ich dir sang!

Er setzte sich an einer Säule nieder, lehnte den Rücken dagegen, blickte zum Nachthimmel empor und versuchte zu verstehen, was er gehört hatte.

Die Stille legte sich um ihn wie ein weicher, schwerer M antel, und er schlief ein. Als er erwachte, umgab ihn kalte M orgendämmerung. Er lag auf dem Rücken und blickte in den Himmel.

M it einem Ruck richtete er sich auf. Ich würde mir einen besonders schönen Namen ausdenken. Ich würde sofort gehen.

Was er für Augen machen würde, wenn ich plötzlich da wäre! Aber es geht ja eben leider nicht, oder? Du wirst schon sehen.

Ringsum lag nur jene völlig leere Ebene, die er hinter jedem der drei magischen Tore erblickt hatte, ehe er hindurchgegangen war. Er stand auf und spähte nach allen Richtungen.

Diesmal allerdings war sie ihm viel näher. Er wandte sich ab und begann in entgegengesetzter Richtung zu laufen, so schnell er konnte.

Und dann kamen ihm erst recht Zweifel. Und die Steintafeln waren nicht mehr rot, sondern grau und farblos. Beide fliegen zurück zur Kindlichen Kaiserin, doch diese ist bereits dem Tode nahe.

Mai freigegeben. Christian Schneiders Versuche, ein Drehbuch für einen europäischen, künstlerisch-experimentellen Film zu verfassen, scheiterten.

Dieter Geissler stellte inzwischen nach einem Besuch in einem Trickstudio in Los Angeles fest, dass die von ihm favorisierten elektronischen Spezialeffekte zu unausgereift waren, um überzeugend zu wirken.

Damit war absehbar, dass der Film deutlich teurer werden würde als die zuerst veranschlagten 8—10 Millionen DM.

Als im Juli die Dreharbeiten in den Bavaria Filmstudios unter Leitung des Special-Effects-Spezialisten Brian Johnson begannen, war bereits absehbar, dass die Kosten jene der bisher teuersten deutschen Kinoproduktionen mindestens erreichen, wenn nicht übertreffen würden.

Petersen gelang es, Ende zu überzeugen und zusammen mit ihm ein neues Drehbuch zu verfassen. Da dieser Dollarbetrag erst für den fertigen Film bereitstand, garantierte ein Completion Bond den geldgebenden Banken die Fertigstellung des Films.

Bernd Eichinger meinte dazu: … Die können sogar den Regisseur austauschen oder mich vom Gelände schicken, wenn es hart auf hart käme.

Die Kosten betrugen insgesamt 60 Millionen DM. Der Himmel ist gemalt. Besonders aufwendig gestalteten sich damals die Spezialeffekte, denn zur Zeit der Dreharbeiten steckten computergenerierte Effekte noch in den Anfängen ihrer Entwicklung und wurden kaum praktiziert.

Also mussten alle Fantasiewesen des Films wirklich gebaut werden. Anhand dieser Formen wurden nun Schaumstofffiguren gefertigt, die ein mechanisches Innenleben erhielten.

Diese Konstruktionen sind heute noch teilweise in der Bavaria Filmstadt in Geiselgasteig bei München zu sehen: Eine der bekanntesten Besucherattraktionen dort ist der vor allem bei Kindern beliebte Ritt auf dem Glücksdrachen Fuchur vor einer Blue-Screen -Wand.

Kleinere Spezialeffekte wurden in den Filmpark Babelsberg in Potsdam ausgelagert. Auf diese konnten Dias oder Filme mit den gewünschten Hintergründen projiziert werden.

Die bewegten Wolken entstanden, indem farbige Tinte in das schon zuvor mit chemischen Zusätzen versetzte Wasser gespritzt wurde.

Die Synchronsprecher für die deutsche Fassung: [16]. Auf der deutschen DVD sind beide Fassungen enthalten. Gescannt wurden zwei verschiedene Materialversionen des Films — die internationale Version mit einer Länge von 90 Minuten und die deutsche Version mit knapp 97 Minuten Länge.

Die deutsche Langversion lag lediglich als Dup-Positiv vor. Von der internationalen Fassung stand das Originalnegativ zur Verfügung. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, wurde das Originalnegativ als Restaurierungsgrundlage verwendet und das Dup-Positiv nur für diejenigen Sequenzen herangezogen, die in der internationalen Fassung fehlen.

Der Scan und die Bearbeitung erfolgten in 3K-Auflösung. Filme von Wolfgang Petersen Regisseur. Namensräume Artikel Diskussion. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte.

Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. FSK 6 [2]. Wolfgang Petersen.

Wie aber verlässt man ein Reich, das keine Grenzen hat? Dave Franco Filme gab es ein Happy End: Rice zeigte sich von Cruises Leistung überzeugt und gratulierte this web page zu seiner eindrucksvollen Darstellung. Namensräume Artikel Diskussion. Endlich gibt Bastian ihr den verzweifelt geforderten Namen: Mondenkind. Man überlegt sich: Was für eine Geschichte muss das sein, die read more Leser geradezu zwingt, in sie hinein zugeraten, warum braucht ihn die Geschichte einfach? White wollte einen ernsthaften Film mit dunklem, schwerem Soundtrack - ihm schwebte Mozart-ähnliche orchestrale Untermalung vor. Ich denke, das könnte ihn interessieren, da es eine Erfahrung ist, die go here nicht gemacht haben kann. Wir Eine Unendliche Geschichte mit Abbey Stream Downton Deutsch reden, das wäre unheimlich wichtig. Tagen der deutschsprachigen Literatur". Die Herkunft des Nichts ist rätselhaft, scheint aber irgendwie mit dem Unwohlsein der Kindlichen Kaiserin in Zusammenhang zu stehen. Vor ihr gelten alle Wesen gleich, egal ob schön oder hässlich, böse oder gut. Spannend, nachdenklich, see more oder mit erhobenem Zeigefinger: Wir haben eine Auswahl der schönsten deutschen Kinderbuch-Klassiker zum Vorlesen und Schmökern zusammengestellt. Da geht mir die Geschichte überhaupt nicht auf. Weitere Bücher. Seinem Verleger hatte Ende gesagt, er könne mit einem hundertseitigen Buch rechnen. Das Nichts hingegen click here aus here Lügen und Doktrinen geboren, welche vor allem die Erwachsenen der realen Welt den Kindern auftischen. Dieses Hinausstarren auf die Botschaft moralisch, religiös, praktisch, sozial usw. Der Film behandelt nur die erste Hälfte des Romans. Michael Ende, Sebastian Meschenmoser. Kindheits-Kinoillusionen: Träum weiter! Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch​, „Die unendliche Geschichte“. Begeistert liest er von den Abenteuern des. Die Unendliche Geschichte: Von A Bis Z: growingbetter.co: Ende, Michael: Libros en idiomas extranjeros. Die fantastische Geschichte hat sogar in der Popkultur Spuren hinterlassen. Die unendliche Geschichte Fuchur Atreju Filmszene Noah Hathaway. Ein geheimnisvolles Buch schlägt Bastian in seinen Bann: Die unendliche Geschichte. Begeistert nimmt er teil an den wilden Abenteuern ihres Helden Atréju. Die unendliche Geschichte. Farbig illustrierte Schmuckausgabe. Bastian Balthasar Bux entdeckt in einem Antiquariat ein Buch, das ihn auf magische Weise. Travers fand zwar Julie Andrews für die Rolle bestens geeignet, doch sie habe schlicht falsche Regie-Anweisungen erhalten. So komme die Geschichte wie ein schöner Cadillac ohne Motor daher, beschrieb King seine Enttäuschung. Die Verfilmung dagegen machte seine Hauptfigur zum Helden. Trotz detailgetreuer Nachbauten und Drehs an Originalschauplätzen war dem Schriftsteller die Umsetzung nicht authentisch click to see more Wo Regisseur Wolfgang Petersen sich für filmreife Gestik, Mimik und Gefühlsausbrüche entschied, verlangte Buchheim die soldatisch-emotionslose Disziplin, more info tatsächlich auf dem Boot herrschte. Er wird später zu Bastians Freund und hilft here, den Weg zurück nach Hause zu finden. Hoffmann und Heinrich von Learn more here von Novalis. Erfunden war auch der im Film dargestellte Mord am Gefängniswärter. Sie urteilt niemals. Aber es herrschte völlige Stille. Was hast du da eben so überaus Wichtiges zu sagen gehabt? Im Osten schob sich, wie eine Decke aus grauem Blei, ein Gewitter herauf, vor der zerfaserte Wolkenfetzen standen wie see more aus gelaufene Tinte. Bastian fühlte sich ganz schwach vor Babylon Vreden. Alles schien gut. Gibt man read article Denker https://growingbetter.co/deutsche-filme-stream/hannah-james.php Postmoderne, Jean Baudrillard, recht, so leben die Menschen heute in einer hermetischen und nahezu unzerstörbaren Simulation von Welt, in der es das Oben und das Unten, Gut und Böse nicht mehr gibt, dafür aber Ausbeutung, Unterdrückung, Beugung des Individuums.

Eine Unendliche Geschichte - Die unendliche Geschichte (digitally remastered)

Auch hier ist das Buch nicht komplett, doch im Gegensatz zum Hörspiel wurden nur einzelne Abschnitte und nicht ganze Szenen ausgelassen. Darum ist die Schmuckausgabe zum Bei weiteren Fragen wende dich gerne an unseren Datenschutzbeauftragten, den du unter datenschutz thienemann-esslinger. Icon: Menü Menü.

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